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Meditor bietet eine neue rezeptpflichtige Plattform für die Behandlung der Hypotonie und damit assoziierter Störungen. Es ist davon auszugehen, dass rezeptpflichtige Arzneimittel wie MTR-105, MTR-106 und MTR-107 den entsprechenden Markt für mit Hypotonie assoziierte Störungen erheblich vergrößern, da sie deutliche Vorteile gegenüber bestehenden Therapien aufweisen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es für die meisten mit Hypotonie assoziierten Störungen keine zufriedenstellende Therapie. Die derzeit verfügbaren Sympathomimetika haben schwerwiegende Nebenwirkungen und die Applikation ist mit verschiedenen Einschränkungen und Nachteilen verbunden. Daher bietet sich für Meditor auf dem Gebiet des akuten Blutdruckabfalls und damit assoziierten Komplikationen und Störungen die großartige Gelegenheit, einen bislang nicht adressierten medizinischen Bedarf zu befriedigen.
Der akute Blutdruckabfall zählt zu den häufigsten Notfallsituationen, zu denen es infolge Traumata, größeren chirurgischen Eingriffen und bei septischen Schockzuständen kommen kann. Als Folge des dramatischen Blutdruckabfalls kommt es zum Zusammenbruch der Organsysteme, zu einer verminderten Durchblutung des Herzens und des Gehirns und zu Nierenversagen. In derartigen medizinischen Notfallsituationen kommt gezielten therapeutischen Maßnahmen zur Stabilisierung des Blutdrucks eine entscheidende Bedeutung für die Überlebenschancen des Patienten zu.
Die Hämodialyse ist das am häufigsten zum Einsatz kommende Verfahren zur Entfernung von metabolischen Abfallprodukten, erhöhten Flüssigkeitsvolumina und toxischen Substanzen aus dem Blut von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Das Verfahren ist für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, deren Nieren zur Verarbeitung der Abfallprodukte nicht mehr in der Lage nicht, lebensnotwendig. Die intradialytische Hypotension, zu der es bei 10 bis 30 % aller Dialysebehandlungen kommt, gilt als häufigste Komplikation der Hämodialyse bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz.
Nach Angaben der amerikanischen National Institutes of Health stieg die Anzahl der dialysepflichtigen Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz in den USA von rund 66.000 Ende 1982 auf rund 300.000 Ende 2001 an. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von ca. neun Prozent. Nach Schätzungen des United States Renal Data System (USRDS) werden im Jahr 2010 etwa 520.000 Amerikaner auf eine Nierenersatztherapie angewiesen sein – etwa doppelt so viele wie noch Ende 2005. Dieser Anstieg ist auf Faktoren wie eine alternde Bevölkerung, zunehmendes Übergewicht und die steigende Zahl von Diabeteserkrankungen zurückzuführen, die alle mit einem hohen Risiko für Nierenfunktionsstörungen assoziiert sind. Weltweit erhalten jährlich etwa 1,4 Millionen Menschen eine Nierenersatztherapie. Experten gehen davon aus, dass diese Zahl jährlich um etwa acht Prozent steigen wird.
Migräne wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO als eine der fünf häufigsten mit starken Einschränkungen verbundenen Krankheiten der Welt eingestuft. Schätzungen zufolge leiden rund zehn Prozent der amerikanischen Bevölkerung unter Migräneanfällen.
Mehr als 31 Millionen Amerikaner leiden unter Migräne. Die mittlere Prävalenz beträgt 17 % für Frauen und 6 % für Männer. Die Hälfte der Betroffenen könnte eine Behandlung benötigen. Das entspricht 15,5 Millionen Menschen allein in den USA.
Der Migränemarkt wurde im Jahr 2001 auf 3 Milliarden US-Dollar und 2004 auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Angesichts der großen noch nicht erschlossenen Patientenpopulationen und steigenden Patientenbewusstseins ist hier von weiteren deutlichen Zuwächsen auszugehen. Schätzungen zufolge wird das Marktvolumen um zehn Prozent jährlich wachsen und im Jahr 2012 bei 7,4 Milliarden US-Dollar liegen.